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18.03.2020

Corona bestimmt Trainingslager

Pleiten, Pech und Pannen in Pilsen – trotzdem viel Lob von den Spielern

Foto: Martin Gruber

Foto: Martin Gruber

Fieberkontrolle an der Grenze, gesperrte Sportanlagen, kaum ein öffentliches Leben in Pilsen – das diesjährige Trainingslager stand ganz im Zeichen des Corona-Virus. Trotzdem waren es drei schöne Tage.

Cheforganisator Raphael Rieder und Coach Michael Pfeffer mussten mehrmals umdisponieren: Plätze wurden getauscht, Trainingszeiten verlegt, Abläufe geändert und ein Testspiel mehrmals zu- und abgesagt. Ersatzweise spielte die SGNE ein Kleinfeldturnier um den ersten „Corona-Cup“ aus. Sieger wurde der FC Bayern in der Aufstellung Pfeffer, Rieder, Danninger und Krompaß.

Ein Aufenthalt außerhalb des Hotels war praktisch nicht möglich. Als am Samstag auch noch das Restaurant des Hotels gesperrt wurde, entschied sich die Mannschaft zur vorzeitigen Abreise. Trotz aller Widrigkeiten: Die Teilnehmer haben gut mitgezogen. Hier einige Statements:

Johannes Stiedl: „Es war – trotz Virus – ein super Trainingslager. Die Stimmung war anfangs etwas anders, ist aber auch verständlich. Aufgrund der Umstände habe ich eigentlich damit gerechnet, dass wir schon am Freitag wieder heimfahren. Zum Glück konnten wir zumindest bis Samstag bleiben. Die Kunstrasenplätze waren richtig gut, ebenso Pfeff’s Trainingseinheiten und das Torwarttraining. Gut fand ich auch, dass wir viel gespielt haben. Die Teambuilding-Aktivitäten im ‚Stüberl‘ waren natürlich extra stark. Danke für die perfekte Organisation: War a geile Sach‘!“

Markus Stockinger: „Abgesehen von der Corona-Panik war alles top. Hotel und Verpflegung fand ich super, ebenso die Trainingsplätze und die -einheiten. Wegen der Einschränkungen war das ‚Stüberl‘ besonders gefragt. Herzlichen Dank den Stüberl-Wirten – und Ixi für die gute Organisation.“

Philipp Lindinger: „Es war ein kurzes und kurioses Trainingslager, aber Ixi hat das super organisiert. Die Einheiten waren gut und intensiv – und abends war‘s sehr lustig. Nachdem es von der tschechischen Regierung stündlich irgendwelche Neuigkeiten gab, waren aber alle froh, dass wir am Samstag schon heim sind. Vor allem, nachdem wir auf offener Straße auch noch beleidigt wurden …“

Sebastian Schmid: „Sportlich gesehen war das Trainingslager sehr gut. Wegen Corona waren wir sehr eingeschränkt, aber die Verantwortlichen haben das Beste daraus gemacht. Deshalb nochmal vielen Dank an Coach Pfeff, Ixi und Pitt für die perfekte Organisation.“

Florian Kumpfmüller: „Ich hatte wegen Corona schon auf der Hinfahrt ein mulmiges Gefühl. Grenzkontrollen durch Polizisten mit Mundschutz und Laserpistole waren mal was anderes. Ansonsten alles super: das ‚Stüberl‘, die Trainingseinheiten, die Plätze, das Wetter. Nett fand ich auch, als unsere Legionäre Milos und Attila im Hotelrestaurant eine sturzbetrunkene Dame an unseren Tisch gelockt haben. Ich denke, wir haben das Beste aus den Umständen gemacht und uns die Stimmung nicht vermiesen lassen. Und dass sich der FCB im Corona-Cup gegen Club und 60 durchsetzt, war vorher klar …“

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